Zwischen Rhein und Wupper: zusammen – wachsen

Beteiligte Großstädte
Düsseldorf, Leverkusen, Wuppertal, Solingen, Remscheid

Beteiligte Umlandgemeinden
Burscheid, Erkrath, Haan, Heiligenhaus, Hilden, Hückeswagen, Langenfeld, Mettmann, Monheim, Ratingen, Velbert, Wermelskirchen, Wülfrath

Beteiligte Kreise
Kreis Mettmann

Würdigung durch das Auswahlgremium

Konzeptionelle Qualitäten:

Das Zukunftskonzept verfolgt das Leitbild „zusammen – wachsen“ und wird ergänzt durch ein weiteres thematisches Leitbild „eine Stunde mehr Zeit“ für besondere Lebensqualität. Mit dem Ziel, mehr Lebensqualität für die Menschen in der Region zu schaffen, hat der neugegründete Verbund für die räumliche Perspektive fünf mögliche Betrachtungsweisen und Szenarien erarbeitet. Diese dienen als Annäherung an ein gemeinsames Raumverständnis. Die integrierte Verknüpfung von Siedlungsentwicklung, Wohnen, Mobilität, Bevölkerungsentwicklung und Infrastruktur wird vom Auswahlgremium gewürdigt. Positiv wird bewertet, dass bei der integrierten Betrachtung neben den Schwerpunktthemen Freiraum und Freizeit mitgedacht wurden. 

Die Ableitung des Leitbildes „zusammen – wachsen“ ist schlüssig. Das Narrativ „Eine Stunde mehr Zeit“ ist ansprechend und macht neugierig mehr darüber zu erfahren. In der Weiterentwicklung sollte der Gewinn an Lebensqualität und Zeit definiert und aufgezeigt werden, was er für die Menschen in der Region ausmacht. 

Der Verbund hat eine umfassende und präzise Analyse erarbeitet, die von der Jury positiv bewertet wird. Dieses Niveau konnte bei der Konkretisierung der Ziele und der Erarbeitung eines räumlichen Motivs noch nicht erreicht werden. Bei den unterschiedlichen Szenarien wird positiv bewertet, dass dieser Verbund den Mut hat, auch solche Szenarien aufzuzeigen, die einzelnen Beteiligten im Verbund „wehtun“. 

Eine Auseinandersetzung und Aussagen zu urbanen Qualitäten in suburbanen Räumen fehlen bislang. Positiv wird bewertet, dass sich der Verbund einer Diskussion über Wachstumsverteilung stellt. Hier sollte jedoch eine räumliche Differenzierung erfolgen und auch mitgedacht werden, was die Entwicklung der Region für nicht wachsende Räume bedeutet (Wachstumsverteilungsmodell) und wie im regionalen Kontext ein Ausgleich zwischen „Verlierern und Gewinnern“ einer Leitentscheidung über die regionale Raumentwicklung erreicht werden kann.

Verfahrensqualitäten relativ zum Stand der Vorerfahrung bzw. -praxis:

Der Grad der politischen Legitimation und die instrumentelle Umsetzungs- und Prozessstruktur werden von der Jury gewürdigt. Der Innovations- und Vorbildcharakter von Prozess und Organisation sollte gestärkt werden und könnte z. B. durch die Einbindung weiterer Akteure (Zivilgesellschaft, Institute, Hochschulen etc.) unterfüttert werden. Insbesondere empfiehlt die Jury, das ‚Miteinander Denken’ zu stärken, um eine regional abgestimmte Meinungsbildung über die Entwicklung des Raumes zu erzielen. 

Hervorgehoben wird die gründliche methodische Arbeit und Darstellung des Konzeptes. Daher wird das Konzept dann auch als Arbeit mit besonderem Vorbildcharakter eingestuft, das im Ganzen innovativ und integriert angelegt ist.

  • Hervorgehoben wird die gründliche methodische Arbeit und Darstellung des Konzeptes. Daher wird das Konzept dann auch als Arbeit mit besonderem Vorbildcharakter eingestuft, das im Ganzen innovativ und integriert angelegt ist.

 

Empfehlungen der Jury an das Ministerium:

  • Das Land könnte den Prozess weiter unterstützen, damit der Verbund zu einem regional abgestimmten Meinungsbild kommt und sich zu einem räumlichen Leitbild bekennen kann. Damit verbunden wäre die Forderung, dass der Verbund in einem bestimmten Zeitraum das Ziel -die Festlegung auf ein Szenario- erreicht. 
  • Die konkrete infrastrukturelle Aufrüstung in der Region bleibt vage. Das Land müsste hierzu mehr Klarheit einfordern, um abschätzen zu können, was der Raum braucht und welche Förderung z. B. hinsichtlich Mobilität sinnvoll ist.