Stadtregion Münster

Beteiligte Großstädte
Münster

Beteiligte Umlandgemeinden
Greven, Ostbevern, Telgte, Everswinkel, Sendenhorst, Drensteinfurt, Ascheberg, Senden, Nottuln, Havixbeck, Altenberge

Würdigung durch das Auswahlgremium

Konzeptionelle Qualitäten:

Ziel ist es, bis 2025 ein regionales Siedlungs- und Verkehrskonzept zu erarbeiten und umzusetzen. Der Weg dahin wird unter Benennung von Meilensteinen, wie z. B. einer Raumbeobachtung Wohnen + Mobilität, dargestellt. 

Das Zukunftskonzept der Stadtregion Münster verdeutlicht, wie wichtig die Verkopplung von Velorouten mit Siedlungsstrukturentwicklung ist. Diese Verknüpfung der Schwerpunktthemen Wohnen/Siedlungsentwicklung, Mobilität/Verkehr ist teilweise gelungen. Bei der Jury bestätigt sich der Eindruck aus der ersten Phase des Aufrufs, dass es sich primär um ein Konzept für Velorouten handelt, das um ein weiteres Schwerpunktthema -das Wohnen- ergänzt wurde. 

Das thematische Leitbild müsste auf Basis einer integrierten Bestandsbetrachtung als -alle Schwerpunktthemen und Handlungsfelder umfassendes- integriertes Leitbild formuliert werden. Die Jury empfiehlt, die vier Schwerpunktthemen des „StadtUmland-Aufrufs“ in Angriff zu nehmen und daraus eine Konzeption zur gesamträumlichen Entwicklung zu erarbeiten. Bei diesem Konzept sollte das Verhältnis von Freiräumen und bebautem Raum eine besondere Beachtung finden. Außerdem wäre das Veloroutenkonzept mit Blick auf einen multimodalen Ansatz zu einem Mobilitätskonzept weiterzuentwickeln. Auch die inhaltlichen Ziele und angestrebten Endprodukte bedürfen einer Konkretisierung. 

Aussagen zu urbanen Qualitäten im suburbanen Raum und zur strukturellen Qualifizierung der unterschiedlich strukturstarken Kommunen müssten noch verstärkt behandelt werden. 

Verfahrensqualitäten relativ zum Stand der Vorerfahrung bzw. -praxis:

Münster greift hinsichtlich der politischen Legitimation auf bestehende Strukturen zurück und setzt eine erprobte Kooperation fort. Die Beteiligung der Öffentlichkeit und weiterer Akteure (wie z. B. Institutionen, Hochschule etc.) müsste noch intensiviert werden. Die Jury empfiehlt eine innovative Weiterentwicklung der instrumentellen Umsetzungs- und Prozessstruktur und würde sich eine höhere Innovationsbereitschaft von Prozess und Organisation wünschen. 

  • Insgesamt wird das Zukunftskonzept als guter Ansatz der Siedlungs- und Mobilitätsentwicklung bewertet, das eine weitere integrierte Verknüpfung und Ausarbeitung erfordert.

 

Empfehlungen der Jury an das Ministerium:

  • Wenn das Land in Zukunft Velorouten fördern möchte, könnte und sollte es genau diese Aspekte - die mögliche Verknüpfung mit der Siedlungsstrukturentwicklung sowie die Verknüpfung mit dem ÖPNV – als Merkmale und Kriterien fordern. 
  • Es wird empfohlen, den Verbund zum Dialog einzuladen, um gemeinsam zu überlegen, wo Förderungsbedarfe und -möglichkeiten bestehen.