Das Verfahren

Im Rahmen der Initiative StadtUmland.NRW waren alle Großstädte NRWs gemeinsam mit ihren benachbarten Städten, Gemeinden und Kreisen eingeladen, Vorschläge für integrierte und interkommunale Zukunftskonzepte einzureichen. Eine grundlegende Voraussetzung zur Teilnahme stellte dabei die Zusammensetzung des Stadtumlandverbundes aus mindestens drei Kommunen dar, wovon mindestens eine Kommune eine Großstadt mit mindestens 100.000 Einwohnern sein musste.

Diesem Aufruf folgten 13 Stadtumlandverbünde -bestehend aus insgesamt 23 Großstädten, 68 Nachbarkommunen, 11 Kreisen und 7 sonstigen Beteiligten- die bis zum 14. September 2016 nach einer ersten Phase des Verfahrens Exposés zu ihren Zukunftskonzepten einreichten.

Die Verteilung der zahlreichen Verbundpartner im Metropolraum NRW zeugte von einer großen Breite der Teilnehmerschaft. Das Auswahlgremium sah in der Kreativität und Qualität der eingereichten Exposés eine hohe Bereitschaft, sich der anspruchsvollen Aufgabe des Aufrufs zu stellen. Die verschiedenen Stadtumlandverbünde starteten dabei mit unterschiedlichen Ausgangsbedingungen: Während einige der teilnehmenden Verbünde bereits vor ihrer Teilnahme an StadtUmland.NRW über erprobte Kooperationen verfügten, handelte es sich bei anderen Verbünden um gänzlich neue Kooperationen, die erst gegründet und etabliert werden mussten. 

Die eingereichten Beiträge umfassten sowohl konkrete Projektvorschläge – wie bspw. die Entwicklung von regionalen Radschnellwegen oder die Entwicklung interkommunaler Wohn- oder Gewerbestandorte als auch umfangreiche Strategien und regionale Raumkonzepte. 

In einer ersten Jurysitzung am 21. September 2016 wählte das Ministerium mit Hilfe eines zehnköpfigen Auswahlgremiums, das sich aus Expertinnen und Experten unterschiedlicher Disziplinen zusammensetzte, aus den zunächst dreizehn eingereichten Exposés acht geeignete Konzeptvorschläge für eine zweite Verfahrensphase aus. Der Auswahl lagen verschiedene Kriterien – wie Vorbildcharakter, interkommunale Kooperation, Projektträgerschaft und Realisierbarkeit – zugrunde. Im Sinne einer ‚wachsenden Auslobung’ waren weitergehende, inhaltliche Kriterien für die Konkretisierung und Ausarbeitung der Zukunftskonzepte schrittweise benannt worden.

Die vom Auswahlgremium ausgewählten Verbünde hatten in der zweiten Bearbeitungsphase die Möglichkeit, ihre Konzeptideen zur interkommunalen Kooperation zu konkretisieren und schrittweise in umsetzungsfähige Zukunftskonzepte zu übersetzen. 

Bei der Ausarbeitung der Konzepte wurden die Verbünde mit jeweils 200.000 Euro vom Ministerium unterstützt.Alle acht Stadtumlandverbünde haben ihre Zukunftskonzepte in der zweiten Phase des Aufrufs weiterentwickelt, mit Fachleuten diskutiert und am 07. April zur Endabgabe eingereicht. Die fachübergreifende Jury diskutierte und prämierte die Konzepte am 10. Mai 2017 in einem Preisgericht. 

Dabei konnte jedes der acht eingereichten Zukunftskonzepte durch eine hohe Qualität überzeugen: Die Konzepte nehmen allesamt integrierte Planungsansätze anstatt sektoraler Betrachtungen in den Blick, etablieren neue Stadtumlandkooperationen auf Augenhöhe, bewegen Umlandgemeinden zur Verantwortungsübernahme und setzen durch interkommunale Strategien neue Kräfte frei.

Aufgrund eines herausragenden methodischen wie inhaltlichen Niveaus sowie ihrer innovativen und integrierten Ausrichtung wurden drei der acht Konzepte mit besonderem Vorbildcharakter für NRW hervorgehoben: 

Das einem zweistufigen Wettbewerb ähnelnde Verfahren wurde im Juni 2017 mit einer Abschlussveranstaltung abgerundet. Hier erhielten die Stadtumlandverbünde die Möglichkeit sich mit dem Ministerium und untereinander auszutauschen. 

StadtUmland Verfahren Grafik