Auswahlgremium

Uli Hellweg
Uli Hellweg, Hellweg Urban Concept GbR (Hamburg und Berlin), ehem. Leiter der IBA Hamburg GmbH

„Mit dem Projektaufruf StadtUmland.NRW reagiert das Land NRW auf die Notwendigkeit, eine neue Nachbarschaft zwischen den Städten und ihren „Umländern“ herzustellen. Der Aufruf bietet die einmalige Chance, das Verhältnis eben nicht mehr als „Zentrum" und „Peripherie“ misszuverstehen, sondern als eine neue Kooperation, von der beide profitieren. Stadt und Land.“

Prof. Gerd Aufmkolk
Prof. Gerd Aufmkolk, em. TU München, Landschaftsarchitekt Nürnberg

„Um den Bedarf von Wohnungen und Arbeitsplätzen auch landschaftsverträglich organisieren zu können, bedarf es einer engen Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Kommunen. Diese sollten die Beziehung Stadt-Umland / Mitte-Peripherie in einem organisierten Miteinander von Bauflächen, Verkehrsinfrastruktur und Freiräumen im Sinne eines neuen Typs von 'Stadtlandschaft' verstehen.“

Prof. Dr. Dirk Messner
Prof. Dr. Dirk Messner, Direktor des Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik, Bonn

„In Städten entsteht Lebensqualität für eine Vielzahl von Menschen. Darüber hinaus sind regionale Infrastrukturen zentral, um menschliche Wohlfahrt zu sichern. Die Kooperation zwischen Städten und benachbarten Gemeinden ist daher eine wichtige Herausforderung, um Lebensqualität und Wohlfahrt auch in Zukunft zu erhalten.“

Staatssekretär a.D. Michael von der Mühlen
Staatssekretär a.D. Michael von der Mühlen, Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf

„Die Arbeitsmärkte regionalisieren sich und der Ausbau von Schienen- und Radwegen verändert Lagequalitäten im regionalen und lokalen Maßstab. Für die Städteregionen Nordrhein-Westfalens bietet diese Veränderung der Raum-Zeit-Struktur vielfältige Möglichkeiten einer Entwicklung, die Überballung vermeidet und Chancen einer polyzentrischen Raumstruktur nutzt. Diese Chancen sollten im Dialog zwischen den Großstädten und ihrem Umland entwickelt werden.“

Prof. Martin zur Nedden
Prof. Martin zur Nedden, Institutsleiter des Deutschen Instituts für Urbanistik difu, Berlin

„Das Verfahren bietet die Möglichkeit sowohl im Hinblick auf inhaltliche Themen der Kooperation als auch bezüglich ihrer Organisationsform innovative Ansätze zu entwickeln. Für die teilnehmenden Kommunen wird sich zeigen, dass sich Kooperation lohnt. Darüber hinaus verbindet sich außerdem die Chance, aufgrund der gesammelten Erkenntnisse, Beiträge zur Diskussion der Weiterentwicklung von Inhalten und des Systems der räumlichen Planung zu gewinnen.“

Mayra Nobre
Mayra Nobre, Mobilitätsexpertin und Stadtplanerin, Köln

„Die interkommunale Kooperation soll die Möglichkeit erweitern, Aufgaben wie Energiewende, verkehrliche Erreichbarkeit, Wohn- und Wirtschaftsstandortattraktivität effizienter zu gestalten.
Wichtig ist dabei bereits bestehende Gebietszusammenhänge sowie Orientierungs- und Bezugspunkte zu erkennen und zu integrieren.“

Ulrike Rose
Ulrike Rose, Baukultur-Vermittlerin, kulturräume gestalten, Berlin

„Die Zukunft geht nur gemeinsam! Hervorragend, dass der Wettbewerb dieses Miteinander über die Stadt- und Gemeindegrenzen angestoßen hat. Auf die vielen guten Gespräche auf Augenhöhe zwischen Stadt und Umland, mögen sie nicht versiegen und langfristig Früchte tragen!“

Prof. Uwe Schneidewind
Prof. Uwe Schneidewind, Professur für Innovationsmanagement und Nachhaltigkeit, Bergischen Universität Wuppertal; Präsident und wissenschaftlicher Geschäftsführer des Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie GmbH

„Landschaft, Ökologie, Mobilität und Infrastrukturen sind Fakten und Themen, die nicht an den kommunalen Grenzen enden. Die räumliche und sozioökonomische Vernetzung zwischen den Städten und Gemeinden schafft Standortvorteile und spart Ressourcen.“

Prof. Dr. Stefan Siedentop
Prof. Dr. Stefan Siedentop, Professur für Stadtentwicklung, TU Dortmund und Wissenschaftlicher Direktor des Instituts für Landes- und Stadtentwicklungsforschung - ILS, Dortmund

„Interkommunale Kooperation braucht Mut, Kreativität, Kompromissfähigkeit und nicht zuletzt auch einen langen Atem. An die Stelle einer immer noch verbreiteten Furcht vor Autonomieverlusten sollte ein Vertrauen in gemeinsame Vorteile durch Kooperation treten. Sich dabei auf Augenhöhe, als gleichberechtige Akteure zu begegnen, erscheint mir zentral.“

Prof. Dr. Guido Spars
Prof. Dr. Guido Spars, Professur für Stadt- und Regionalökonomie, Bergische Universität Wuppertal

„Viele kommunale Aufgaben - wie z.B. Wohnungsversorgung, Arbeitsmärkte, Infrastruktur - machen heutzutage nur noch in einem stadtregionalen Bezugsrahmen Sinn. Daher geht es hierbei nicht um die Sichtweise, dass die kleineren Umlandkommunen für die großen Städte die "Kohlen aus dem Feuer holen" sollen, sondern dass die kleineren Umlandgemeinden ihre Entwicklungschancen erkennen und in Zukunft auch besser nutzen.“

Prof. Dr. Ursula Stein
Prof. Dr. Ursula Stein, Honorarprofessur für Kommunikation in der Planung, Universität Kassel; Büro Stein + Schultz, Frankfurt am Main

„Hoffentlich kann es bald von einer Konkurrenz zu einem offenen Austausch und einem Voneinander-Lernen kommen. Die Kommunen müssen dafür ein Kraftfeld rund um ihre Kooperation gestalten.“